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Wer wir sind

Die Augustins, das sind der Gärtnermeister (Fachrichtung Obstbau) Dierk und seine Frau Katrin, eine hauswirtschaftliche Betriebsleiterin und Heilpflanzenexpertin.
Neun eigenständige Betriebe teilen die Leidenschaft für den Demeter-Anbau und bewirtschaften insgesamt fast 300 Hektar und vermarkten alle ihr Obst über die Bio-Obst Augustin KG. Übrigens: Die Betriebe gehören größtenteils zur Familie von Dierk und Katrin oder werden von ehemaligen Auszubildenden von Dierk, die nach der Lehrzeit begeistert ihre Betriebe umgestellt haben, bewirtschaftet.

Was wir tun

Der Apfel nimmt zwar eine ganze Menge Raum ein, aber hier steht der Mensch im Mittelpunkt: Man fühlt sich dem Hof verbunden, ist ein Team. Helle Arbeitsplätze, lange Pause, eine faire Bezahlung, gemeinsame Feste und Aktivitäten. So sieht gelebtes, soziales Engagement aus.

Geschichte

Die Pioniere Katrin und Dierk Augustin haben ihren Hof 1990 auf Bio umgestellt. Seit 2001 wirtschaften alle liefernden Betriebe ausschließlich nach Demeter-Richtlinien.

Unsere Region

Das Alte Land (Unterelbe, zwischen Stade und Hamburg) ist aufgrund der fruchtbaren Marschböden hervorragend für den ökologischen Obstbau geeignet.
Das maritime Klima sorgt für eine angenehm dünne Schale und ein reizvolles Fruchtzucker-Säure-Verhältnis.

Unser Engagement

Die Arbeit am Boden, der die Pflanze, die Frucht und letztlich den Menschen und seinen Geist nährt, bildet das Herzstück der Augustin-Produktion. Diese innovativ weiterzuentwickeln und sich selbst dabei weiterzuentwickeln macht die Leidenschaft der Betriebe aus.
Dierk engagiert sich als Vorsitzender in der FÖKO (Fördergemeinschaft Ökologischer Obstbau e.V.) fachlich und politisch für die Förderung des ökologischen Obstbaus und die Beibehaltung der ökologischen Wertmaßstäbe im Sinne der alten EG-Bio-VO. Katrin ist im Vorstand des Ökomarkt e.V., einer Verbraucher- & Agrarberatung in Hamburg, um Bio-Produkte beim Verbraucher zu etablieren und Bewusstsein dafür zu schaffen.

Unsere Erzeugnisse

Apfel

 

Saisonkalender

  Jan. Feb. März Apr. Mai Juni Juli Aug. Sep. Okt. Nov. Dez.
                         
Apfel
                         
 
                         

Mit Heißwasser gegen den Pilzbefall

Es ist Ende Oktober und die meisten Apfelsorten sind nun vollständig abgeerntet. Alle Äpfel, die wir nicht schon im Herbst verkaufen, werden eingelagert. Viele Sorten lassen sich ganz problemlos lagern, andere wiederum neigen dazu Fäulnis zu entwickeln. Meist befinden sich die unsichtbaren Pilzsporen schon bei der Einlagerung auf der Frucht Aber erst in den Lägern, in denen eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, haben die Pilzsporen optimale Bedingungen, um eine Fäulnis hervorzurufen. So können in manchen Partien bis zu 30 % der Äpfel nach der Lagerung von Fäulnis betroffen sein.

Eine wirksame Methode gegen Lagerfäulen ist das Heißwassertauchen, bei der die Äpfel für kurze Zeit in heißes Wasser getaucht werden. Was da physiologisch passiert, weiß man auch noch nicht, aber man glaubt, dass die Äpfel durch die kurze Hitzeeinwirkung Abwehrstoffe bilden, die es den Pilzen erschwert zu infizieren. Bei Augustin werden knapp ein Viertel der Äpfel vor der Einlagerung getaucht. Das sind vor allem Sorten, die besonders anfällig für Lagerfäulen sind, wie zum Beispiel Elstar, Pinova oder Wellant. Je nach Sorte werden sie für 20-30 Sekunden in 56-58 °C heißes Wasser getaucht. In diesem engen Bereich hat man einerseits einen hohen Wirkungsgrad, andererseits aber nicht die Gefahr von Hitzeschäden. Das Resultat ist etwa 80 % weniger Fäulnis nach der Lagerung!

 

Rekordtemperaturen im Alten Land

Mit dem August kamen die heißen Temperaturen in das Alte Land und haben den Obstbauern zwei Wochen fast durchgängig Tageshöchsttemperaturen von mehr als 30 °C beschert. Wie auch wir Menschen können Äpfel einen Sonnenbrand bekommen. Bei Äpfeln entwickeln sich dann zunächst viele kleine braune Punkte auf der Schale, die nach längerer Sonneneinstrahlung zu einer großen flächig braunen Verbrennung werden. Insbesondere wenn die Hitze schlagartig auftritt, sind die Äpfel anfällig für Verbrennung, denn dann haben sie häufig noch keine Schutzschicht ausgebildet.

Im August wurde in Hamburg zudem ein neuer Wetterrekord aufgestellt: An acht aufeinanderfolgenden Tagen wurden Temperaturen über 30 °C gemessen. Insgesamt gab es sogar elf Hitzetage, an denen die Augustin-Obstbauern die Regen-Sprühanlagen im Hof angestellt haben. Bisher wurde die Beregnung, die eigentlich zum Schutz vor Frost in der Blüte gebaut wurde, im Sommer nur selten angestellt. Doch der Klimawandel sorgt dafür, dass auch im Sommer zusätzlich beregnet werden muss, um die Früchte zu schützen. Denn das Beregnungswasser setzt die Temperatur innerhalb der Anlage um wenige Grad hinunter – gerade so weit, dass keine Verbrennungen auf den Äpfeln entstehen. Pro Stunde werden dann etwa 38.000 Liter Elbwasser pro Hektar ausgebracht. Problematisch ist dabei weniger die Wassermenge, sondern eherdie -Qualität Zu hohe Salzgehalte führen beispielweise zu Blattschäden und zu hohe Eisengehalte zu verkrusteten Äpfeln. Kritisch wird es immer dann, wenn es im Sommer zu wenig regnet und die Süßwasservorräte in der Elbe gering sind. Mit jeder Elbvertiefung kommt zudem mehr salziges Nordseewasser weiter den Fluss hinauf. Daher protestieren die Obstbauern auch vehement gegen die Elbvertiefung und fürchten den Klimawandel.

 

Obsthofgeschehen bei Augustin: Alles blüht

Im Alten Land umgibt einem derzeit eine fast schon berauschende Blütenpracht, die einen herrlichen süßen Duft über das gesamte Gebiet verströmt. Zuerst blühten die Kirschen und Pflaumen auf, ihnen folgten die Birnen und ganz zum Schluss öffneten die Äpfel ihre Blüten.

In der Blütezeit sind die Hummeln und Bienen die wichtigsten Helfer der Obstbauern. Ihre Arbeit ist essentiell, denn sie sorgen dafür, dass aus einer Blüte ein Apfel wird. Apfelbäume sind selbststeril und brauchen den Pollen einer fremden Sorte, um eine Frucht auszubilden. Hummeln und Bienen ergänzen sich bei der Bestäubung. Hummeln fliegen bereits bei niedrigen Temperaturen, wohingegen sich Bienen erst ab 12 °C aus ihren Stöcken trauen. Daher werden in Birnen- und Steinobstanlagen gerne Hummeln eingesetzt, denn die Luft kann zu deren Blüte noch recht kühl sein. Der Vorteil von Bienen ist ihr großer Flugradius: Bis zu 3 km bewegen sie sich von ihrem Volk weg und können so eine Vielzahl Pollen unterschiedlicher Sorten sammeln. Hummeln haben hingegen nur einen sehr kleinen Flugradius.

Da nur die wenigsten Obstbauern selber imkern, stellen Imker aus der Gegend ihre Stöcke in den Obstanlagen auf. Man rechnet mit etwa einem Volk pro Hektar, um eine ausreichende Bestäubung zu erzielen. Eine Vollernte kann man übrigens schon dann erreicht werden, wenn bei 5-10 % der Blüten bei einer Vollblüte eine erfolgreiche Befruchtung stattgefunden hat.

 

Frost im Alten Land

So sah es zum Frühlingsanfang auf den Plantagen beim Obsthof Augustin aus. Die Frostschutzberegnung lief auf vollen Touren.

 

Obsthofgeschehen bei Augustin: Feuchter Februar

Die letzten Wochen waren vor allem eins: Grau, nass und windig. So viel Regen wie in den letzten vier Wochen hatten wir im Februar nur selten. Knapp 150 Liter je Quadratmeter sind hier gefallen – drei Mal so viel wie im langjährigen Mittel. Überall, wo kein Bewuchs ist, schmatzt der Boden und mit jedem Schritt wird die klebrige Erde an den Gummistiefeln schwerer.

Das ist typisch für den Marschboden, auf dem wir hier wirtschaften. Bis holländische Siedler das Alte Land ab dem 12. Jahrhundert eindeichten, wurde das Land mit den Gezeiten immer wieder überschwemmt. Daher und weil wir nur knapp über dem Meeresspiegel liegen, ist unser Boden von Natur aus nass. Jeder, der hier Landwirtschaft betreiben und leben möchte, muss das Land daher ständig entwässern. Damals wurde das mittels Gräben bewerkstelligt, die das Alte Land noch immer prägen. Heute geschieht das Entwässern mit Drainagen.

Das sind Rohre mit feinen Löchern, die in etwa einem Meter Tiefe in einem Abstand von 5-10 m über das gesamte Stück Land vergraben werden. Auf den Bildern der nächsten Seite wird die Drainage gerade neu verlegt. Das Wasser sickert dann durch die Erde in die Rohre und wird in den nächsten Schacht oder Graben abgeleitet. Von da aus landet das Wasser letztendlich in der Elbe.

Ohne Drainage hätten wir einen dermaßen hohen Wasserstand, dass tiefer gehende Wurzeln wegen Luftmangels absterben würden. In heißen Sommern wie wir sie die letzten Jahre hatten, wäre das fatal, da die obere Bodenschicht am schnellsten austrocknet. So dient die Drainage nicht nur der Entwässerung, sondern auch als Schutz vor Austrocknung.

 

Hoffest beim Bio-Obst-Hof Augustin

Der Bio-Obst-Hof Augustin aus Jork im Alten Land feiert “30 Jahre Bio”! Am Sonntag, den 16.8.20, lädt das Augustin alle Interessierten zum Hoffest ein. Von 11:00 bis 18:00 Uhr ann Hofluft geschnuppert werden. Das Festprogramm kann sich sehen lassen: Es gibt Treckerfahrten, Exkursionen durch die Lager- und Sortierhallen, eine Wildkräuterwanderung, ein vielfältiges Kinderprogramm, lecker Essen und Trinken und und und!
Kommt vorbei, das Augustin-Team freut sich auf euch!

weitere Infos unter https://www.bioaugustin.de/

 

Kontakt

Bio-Obst Augustin
Klein Hove 21
21635 Jork
Tel. (0 41 62) 9 00 18 - 0
kontakt@bioaugustin.de

 

Website

bioaugustin.de

Katrins Apfelstrudel mit Cranberries

Für ca. 8 Stücke

Für den Teig:
200 g Dinkelmehl Type 630
1 Prise Salz
ca. 100 ml lauwarmes Wasser
3 EL Speiseöl

Für die Füllung:
1,3 kg säuerliche Äpfel (z. B. Holsteiner Cox)
3 EL Rum
75 g zerlassene Butter
50 g Semmelbrösel
2 EL getrocknete Cranberries (oder Rosinen)
2 EL gehackte Mandeln
60 g Rohrohrzucker
2 EL Apfelstrudelgewürz oder 2 TL Zimt, 2 EL Rohrohrzucker und 1/2 TL Vanillepulver vermischen

1. Mehl mit Salz, Wasser und Speiseöl mit den Knethaken des Handrührgerätes zu einem glatten Teig verkneten. Mit den Händen nachkneten, bis der Teig glänzt und mit einer Schüssel, die mit heißem Wasser ausgespült wurde, zudecken und 30 Minuten ruhen lassen.
2. Äpfel schälen, Kerngehäuse herausschneiden und in dünne Scheiben schneiden. Mit Rum vemengen. Backofen auf 180 °C vorheizen (Umluft 160 °C).
3. Ein Geschirrhandtuch mit Mehl bestäuben und den Teig zu einem Rechteck von 70 x 50 cm ausrollen. Die Enden mit den Händen vorsichtig ausziehen. Das Muster des Geschirrtuchs sollte durch den Teig zu sehen sein. Mit einem Teil der Butter bestreichen, mit Semmelbröseln bestreuen, dabei 3 cm an den Rändern frei lassen.
4. Nun nacheinander die Äpfel, Cranberries (oder Rosinen), Mandeln, Zucker und Gewürze auf der Teigplatte verteilen. Die Teigränder der kurzen Seiten einklappen und den Strudel mit Hilfe des Tuches aufrollen. Den Strudel mit der Naht nach unten auf ein gefettetes Backblech gleiten lassen und mit einem Teil der Butter bestreichen. 50-60 Minuten backen, zwischendurch mit flüssiger Butter bepinseln. Den Strudel warm oder kalt mit Schlagsahne, Vanillesoße oder Vanilleeis servieren.

Guten Appetit!